Stand: Juni 2016

Das Konzept der Igelchen


1. Rahmenbedingungen
Die Igelchen sind eine kleine Elterninitiative die im September 2012 eröffnet wurde. Wir haben eine Betriebserlaubnis für 18 Kinder im Alter von einem Jahr bis zur Einschulung.
Träger der Kita Igelchen ist der gemeinnützige Verein „Igelchen e.V.“ VR 204242. Die Satzung des Vereins wird jedem Mitglied ausgehändigt. Mitglied kann jeder werden, dessen Kind in Betreuung bei den Igelchen ist.
Der Vorstand setzt sich aus drei Elternteilen zusammen. Ordentliche Mitgliederversammlungen finden mindestens alle zwei Jahre statt.

1.1 Aufnahme neuer Kinder
Es wird eine Warteliste geführt. Wir versuchen die Gruppenstruktur ausgewogen nach Alter und Geschlecht der Kinder zu gestalten. Geschwisterkinder werden bevorzugt und auch Freundschaften werden berücksichtigt. Wir schätzen diese familiäre Struktur sehr.
Da der Verein von Eltern getragen wird, ist eine Mitarbeit eine Grundvoraussetzung für die Aufnahme, die beim Vorstellungsgespräch abgeklärt wird.
Die Auswahlgespräche führen Eltern gemeinsam mit dem pädagogischen Personal.
Gemäß Art. 9a Abs. 2 BayKiBiG haben Eltern bei Anmeldung zum Besuch in einer Kindertages- einrichtung eine Bestätigung der Teilnahme des Kindes an der letzten fälligen altersentsprechenden Früherkennungsuntersuchung vorzulegen.

1.2 Öffnungszeiten
Die Igelchen sind Montag bis Donnerstag von 7:30 bis 17:00 und Freitag von 7:30 bis 16:00 Uhr geöffnet. Die Kinder können nach vorheriger Absprache bei besonderen Ereignissen, Vereins- tätigkeiten etc. auch früher abgeholt werden.
Die Igelchen haben keine festen Schließtage bis auf die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester / Heilig Drei Könige. In Abstimmung mit den Eltern wird über Schließungen an Brückentagen abge- stimmt.

1.3 Finanzierung und Buchungszeiten
Unsere Einrichtung wird nach BayKiBiG, sowie von der Landeshauptstadt München nach dem EKI- Modell gefördert.
Gemäß BayKiBiG werden gestaffelte Buchungszeiten angeboten. Die Elternbeiträge orientieren sich an den Beiträgen der städtischen Kitas. Beitragsermäßigungen können über die zuständige wirtschaft- liche Jugendhilfe beantragt werden.
Elterninitiative Igelchen e.V. · Fallstr.22 · 81369 München
www.kita-igelchen.de · info@kita-igelchen.de Stand: 06/2016 1.4 Lage und Räumlichkeiten
Unsere Elterninitiative befindet sich im Ortsteil Sendling, Fallstraße 22 in 81369 München.
In der unmittelbaren Umgebung befinden sich mehrere Spielplätze sowie Bus- und S-Bahnstationen. Wir verfügen über einen großen Gruppenraum, ein Bad sowie eine Garderobe. Der Gruppenraum ist aufgeteilt in verschiedene Bereiche, z.B. Bau-Ecke, Kuschel- und Lesebereich, Mal- und Bastelbereich und Schlafkojen.

1.5 Verpflegung
Anwesende Kinder können am Morgen gemeinsam in der Kita ihr mitgebrachtes Frühstück essen. An 2 Tagen in der Woche gibt es bei den Igelchen für alle Kinder Müsli. Das Mittagessen wird täglich frisch von unserem Caterer „Social Sense“ mit vorwiegend Bio-Produkten zubereitet und geliefert. Am Nachmittag wird eine Brotzeit für die Kinder in der Kita bereit gestellt.

1.6 Personal
Das Team besteht im Kita-Jahr 2015/16 aus 5 Betreuern, davon zwei Erzieherinnen, zwei Kinder- pflegerinnen und einer Praktikantin im Rahmen des FSJ. Im Krankheitsfall übernehmen Eltern den Betreuungsdienst.

1.7 Kooperation / Vernetzung
Die Elterninitiative ist Mitglied im Kleinkindertagesstätten e.V., einer von der Stadt München aner- kannten Kontakt- und Beratungsstelle für Elterninitiativen. Eine Vernetzung besteht hiermit sowohl beim Personal, als auch auf Vereinsebene zu anderen Elterninitiativen in München.
Auch wurde das Angebot an Vorträgen und Beratung von AMYNA e.V. bereits in Anspruch genommen.

1.8 Qualitätssicherung
Die Betreuerinnen treffen sich wöchentlich zu Teamsitzungen. Einmal im Monat werden diese Sitzungen auch von einem Elternteil (Personalverantwortliche) begleitet. Die regelmäßige Teilnahme der pädagogischen Leitung an den Elternabenden und die Mitwirkung an der Konzeptfortschreibung sind ein notwendiger Bestandteil der Qualität der Arbeit. Ein intensiver Austausch zwischen Personal und Eltern über den Elternabend hinaus ist ein weiteres Kriterium zur Qualitätssicherung.
Die Betreuerinnen erweitern ihre Qualifikationen durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen und das Studium entsprechender Fachliteratur und fungieren dann im Team als Multiplikatoren. Supervisionen werden bei Bedarf ermöglicht.

1.9 Aufgaben der Eltern
Die Eltern übernehmen die Arbeitgeberfunktion und stellen den Vorstand des Vereins. Zu den wesentlichen Aufgaben gehören:
• Demokratisches Mitbestimmungsrecht bei allen die EKI betreffenden Inhalten
• Personalsuche und Auswahl der Bewerber bei Neueinstellungen
• Vergabe der Betreuungsplätze
• Personalbetreuung
• finanzielle und administrative Absicherung der Elterninitiative
• Kontakt zur Stadt München (Zuschussbehörde)
Die regelmäßige Teilnahme an den Elternabenden (ca. alle 4-6 Wochen) wird vorausgesetzt.
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Die Elternabende dienen als Forum für Erfahrungsaustausch, Kommunikation, Problembewältigung in kooperativer und offener Atmosphäre. Die Pädagogen berichten über ihre Arbeit und die Gruppe insgesamt, über Stimmungen, Entwicklungen, Ereignisse und Probleme. Des Weiteren werden über pädagogische Ziele und deren Umsetzung diskutiert und entschieden.
Organisatorische Aufgaben sind von den Eltern zu übernehmen, die in der Ämterbeschreibung fest- gehalten sind. Durch das Engagement der Eltern, gestalten diese die Lebenswelt der Kinder mit. Dies ist eine wichtige Erfahrung für die Kinder.
Die Elternschaft arbeitet gemeinsam mit dem Team kontinuierlich an der Weiterführung, Aktualisierung und Verbesserung des Konzeptes.

1.10 Zusammenarbeit mit den Eltern
Wir wünschen uns ein vertrauens- und verständnisvolles Miteinander, bei dem sich Familie und Kindertagesstätte füreinander öffnen, ihre Erziehungsvorstellungen austauschen und zum Wohle des Kindes kooperieren. Bedeutend hierfür ist, dass das Personal regelmäßig mit den Eltern im Gespräch bleibt und so die unterschiedlichen Lebens- und Familiensituationen eines jeden Kindes besser verstehen und begleiten kann.
Dieses Miteinander und die gegenseitige Akzeptanz als kompetente Erziehungspartner ist eine wichtige Voraussetzung für eine harmonische Atmosphäre und Bestandteil für die gemeinsame Bildungsarbeit.
Durch die besondere Struktur einer Elterninitiative und den damit verbundenen Elterndiensten (bei Bedarf) erhalten die Eltern einen sehr guten Einblick in die pädagogische Arbeit und es entsteht eine nahe Erziehungspartnerschaft.
Weitere wichtige Voraussetzungen dafür sind:
• ein ausführliches Aufnahmegespräch
• eine individuelle Gestaltung und regelmäßiger Austausch in der Eingewöhnungszeit
• Tür- und Angelgespräche zum regelmäßigen Informationsaustausch
• einmal jährlich stattfindende Entwicklungsgespräche
• Beratung und Unterstützung
• regelmäßig stattfindende Elternabende
• gemeinsame Feste
• Transparenz unserer Arbeit, z.B. durch den täglichen Aushang, welcher einen Einblick in den
Gruppenalltag gibt
• Informationen für alle Eltern im Eingangsbereich (Essensplan, Urlaubs- und Wäscheliste)
• aktuelle Infos am Infoboard in der Garderobe

1.11 Aufgaben und Rolle des Fachpersonals
Die Aufgabe des Personals ist in erster Linie die Betreuung der Kinder und die sich daraus ergebende Auseinandersetzung mit Pädagogik, Entwicklungspsychologie und gesellschaftlichen Veränderungen. Diese Kernarbeit stellt sich in den nachfolgenden Punkten unter 2. detailliert dar. Die Mitarbeit an der Konzeptfortschreibung ist selbstverständlich, erwünscht und notwendig.
Die pädagogische Arbeit richtet sich nach diesem Konzept und liegt in der Verantwortung des pädagogischen Personals.
Grundlegend für diese Aufgaben sind eine Beobachtung und eine Dokumentation der Entwicklung des einzelnen Kindes und der gesamten Gruppendynamik.
Das Fachpersonal strukturiert den Tagesablauf und setzt sich mit den einzelnen Kindern auseinander. Die Erzieher nehmen regelmäßig an den Elternabenden teil.
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Der Austausch mit den Eltern erfolgt des Weiteren nicht nur am Elternabend, sondern findet in täglichen „Tür- und Angelgesprächen“ statt. Vertiefend werden regelmäßig 1 Mal pro Jahr strukturierte Entwicklungsgespräche geführt.

1.12 Zusammenarbeit im Team
Eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit im Team sowie ein hohes Maß an gemeinsamen pädagogischen Überzeugungen und Wertvorstellungen ist eine Grundvoraussetzung für das Gelingen der pädagogischen Arbeit.
Jedes Teammitglied kann und soll sich mit all seinen Ideen, Stärken und Fähigkeiten in die Arbeit einbringen. Dies setzt voraus, dass das Team sich gegenseitig toleriert, akzeptiert und vertraut. Es wird Wert gelegt auf Offenheit und Flexibilität, Zuverlässigkeit und gegenseitige Unterstützung. Ebenso wichtig ist Kritik-, Reflexions- und Kompromissbereitschaft.
Dies erreichen wir durch:
• ständigen Austausch, sowohl in wöchentlichen Teamsitzungen, als auch im täglichen
Miteinander
• gemeinsame Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes mit den Eltern
• Jedes Teammitglied übernimmt Verantwortung für einzelne Bereiche, für die Gruppe, die
gesamte Einrichtung und für das einzelne Kind
• Absprachen und Regeln werden von allen eingehalten
• anstehende Arbeiten und Aufgaben werden gemeinsam bewältigt oder in
Zuständigkeitsbereiche verteilt
• regelmäßige Fortbildungen und Multiplikation derselben im Team
• Motivation, Freude und Engagement für unsere Arbeit
• Um eine stetige Qualitätssicherung zu garantieren sind wir jederzeit bestrebt uns als Team
weiterzuentwickeln.

2. pädagogische Arbeit



2.1 Leitbild
Wir sehen und unterstützen unsere Kinder in ihrer ganzheitlichen Persönlichkeit und individuellen Entwicklung. Sie sind kreative und phantasievolle Wesen, die Anregungen, Hilfestellungen und einen klaren transparenten Rahmen benötigen. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen können sie ihre Selbständigkeit entwickeln, Verantwortung übernehmen und ihre Lebenswelt mitgestalten.
Die Betreuer sind jederzeit ein verlässlicher, authentischer und einfühlsamer Begleiter der Kinder. Dabei schaffen wir die nötigen Freiräume, geben Sicherheit und sind bei Bedarf Impulsgeber, -nehmer und -verwandler.
Die Igelchen sind eine altersgemischte Einrichtung für 1-6 Jährige. Dadurch erfahren die Kinder:
• Kontinuität
• Beziehungenkönnenlangfristigaufgebautundgelebtwerden • geschwisterähnlicheBeziehungensindmöglich
• KleinelernenvonGroßen–GroßeübernehmenVerantwortung
Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich am Situationsansatz. Ebenso ist das Freispiel der Kinder ein bedeutender und wichtiger Bestandteil des Gruppenalltages.
Grundlage für unsere pädagogische Arbeit ist der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan. Die folgenden pädagogischen Schwerpunkte liegen uns besonders am Herzen.
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2.2 Bildungs- und Erziehungsziele

2.2.1 Empathie und gegenseitige Achtung
Im täglichen Miteinander erleben unsere Kinder sich gegenseitig zu helfen und rücksichtsvoll miteinander umzugehen - insbesondere mit den Jüngeren.
Wir legen Wert auf einen freundlichen Umgangston und wertschätzende Umgangsformen und Offenheit sowie Akzeptanz gegenüber anderen Kulturkreisen sowie Menschen mit Beeinträchtigungen aller Art.
Wir sind uns unserer Vorbildwirkung bewusst und bemühen uns, ihnen dementsprechende positive Verhaltensmuster vorzuleben. Das Erlangen wertschätzender Umgangsformen unterstützen wir darüber hinaus durch kreative Formen wie, Theater, Bilderbuchbetrachtungen und Rollenspiele. In Konfliktsituationen begleiten wir die Kinder bei Bedarf und helfen ihnen, alternative Handlungsweisen zu finden.
Im Alltag werden situationsbedingte Ereignisse zur Förderung der interkulturellen Kompetenz auf gegriffen. Eine große Bereicherung ist hierbei unsere brasilianische Praktikantin, die auf spielerische Art und Weise, zum Beispiel durch Fingerspiele, Lieder, usw. den Kindern die portugiesische Sprache sowie ihre Kultur näher bringt.

2.2.2 Selbstständigkeit/ Selbstbewusstsein
Von Klein auf sind Kinder eigenmotiviert und möchten Dinge selbst tun und bewältigen. Nur so kann ein Kind seine Persönlichkeit ungehemmt entfalten und eine stabile Persönlichkeit entwickeln, Selbstwirksamkeit, Selbstbewusstsein und Selbstwert erfahren. Selbstständigkeit ist der einzige Weg in ein unabhängiges Leben. Dieser Prozess besteht aus unzähligen kleinen Schritten, welchen wir täglich unterstützen. Das Team der Igelchen bietet den Kindern aller Altersstufen die unterschiedlichsten Möglichkeiten Selbständigkeit und Selbstverantwortung zu erlernen.
Dies geschieht durch:
• lebenspraktische Fähigkeiten wie z.B. das eigenständig an- und auszuziehen anzuregen
• Übernahme von Aufträgen und Ämtern
• Spielpartner, Ort und Zeit innerhalb gegebener Richtlinien selbst auszuwählen
• eigene Gefühle wahrzunehmen und sich darauf beziehende Wünsche zu
äußern und umzusetzen
• Angebot von geschlechterspezifischem Spielmaterial, das von jedem Kind frei gewählt werden kann. Die Kinder werden hierbei nicht eingegrenzt oder ihre Auswahl bewertet. Im Alltag wecken wir wertfrei das Bewusstsein für das eigene Geschlecht in dem wir die Entwicklung der Kinder verbal begleiten sowie geschlechterspezifische Aktionen anbieten.
• gemeinsame Gruppengespräche und Kinderkonferenzen, in denen die Kinder ihre Anliegen vortragen, diskutieren und durchzuführen lernen
• gemeinsame Gruppenregeln aufstellen und auf deren Einhaltung achten
Wichtig
Das heißt für alle am Erziehungsprozess Beteiligte, bestimmte Situationen bewusst auszuhalten, die wir durch unser Eingreifen zeitlich verkürzen könnten. Wir möchten den Kindern den Erfolg gönnen, Dinge selbst zu tun und damit gleichzeitig ihr Selbstbewusstsein stärken.
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bei der Verwirklichung dieser Ziele ist die tatkräftige Unterstützung der Eltern.

2.2.3 Bildungsanlässe
Bildung beginnt mit der Geburt! Täglich erweitern die Kinder ihr Wissen und lernen etwas Neues dazu. Diese Bildungsprozesse werden von uns begleitet und gestaltet. All das ist Vorbereitung auf das Leben und damit auch auf die Schule.
Durch das genaue Beobachten finden wir heraus, welche Interessen und Bedürfnisse die Kinder haben. Dies bedeutet:
• hören, welche Fragen sie stellen
• sehen, was sie spielen und malen
• Informationen von Eltern einholen
Gemeinsam mit den Kindern werden Fragen, Ideen und Wünsche im Hinblick auf das Thema und die damit verbundenen Wissenserweiterung besprochen. Die Kinder haben Zeit in die Themen einzutauchen und sie mit allen Sinnen wahrzunehmen.
Hierbei erhalten die jüngeren Kinder vielfältige Anregungen durch die Älteren. Sie beobachten sehr intensiv und versuchen deren Fertigkeiten zu spiegeln. Entsprechend ihrem Entwicklungsstand nehmen sie aktiv oder beobachtend am Gruppengeschehen und Angeboten teil.

2.2.4 Schulfähigkeit
Für einen guten Start in die Schule ist eine ausreichende Reifung des Kindes in allen Bereichen der Ich-, Sozial-, Sach- und Lernkompetenz von Nöten.
Zur Schulfähigkeit gehören:
• körperliche und gesundheitliche Stabilität
• motorische Fähigkeiten, die eine gewisse Körperbeherrschung belegen
• Selbständigkeit in der Alltagsbewältigung
• Neugier, Freude am Lernen und an den wachsenden Möglichkeiten, Planungsfähigkeit,
Willenskraft, Ausdauer, Frustrationstoleranz
• die Fähigkeit, sich in eine Gruppe einzufügen, Kontaktfähigkeit, konstruktive
Konfliktlösungsstrategien
• Sprach- und Kommunikationskompetenz, z.B. vor anderen sprechen, einen eigenen Gedanken
in Worte fassen, anderen zuhören und warten können, bis man selbst an der Reihe ist, verbale
Anweisungen verstehen und ausführen können
• Selbstregelungen, Interesse an Regeln, Regeln verstehen, einhalten und selbst aufstellen
können.
• Eine ausreichende Orientierung in Raum und Zeit.
Im letzten Kindergartenjahr geben wir den Kindern die Möglichkeit spielerisch in die Rolle des Schulkindes hinein zu wachsen.
Dies tun wir durch
• die Gründung einer Vorschulgruppe, wobei sich die Kinder selbst einen Namen geben dürfen
• unterschiedliche Aktivitäten und gemeinsamen Aktionen, welche die Vorfreude und
Neugierde auf die Schule wecken
• die Kinder übernehmen besondere Aufgaben, die die Selbständigkeit fördern, z.B.
Patenschaften für die jüngeren Kinder.
• wöchentliches Treffen der Vorschulkinder zu speziellen Themen, je nach Interessenlage
• wir bieten Übungsblätter und Spiele an, welche die Feinmotorik, das logische Denken und
Kombinieren, die Erinnerungsfähigkeit, sowie die Konzentration und Ausdauer fördern.
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• alle Kinder dürfen im letzten Jahr ein eigenes Federmäppchen mitbringen und verwenden. Spielerisch lernen sie dafür verantwortlich zu sein, d.h. auf Ordnung, Vollständigkeit und Gebrauchsfähigkeit der Dinge zu achten
Weiterhin erarbeiten wir mit den Kindern das Würzburger Sprachprogramm.
Sollte es sich ergeben, dass mehrere Kinder die gleiche Grundschule besuchen werden, nehmen wir Kontakt mit dieser Schule auf und vereinbaren einen Besuch.

2.2.5 Spracherziehung und Kommunikation
Sprache ist der Schlüssel zur Welt!
Das Kind wird befähigt mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten und seine Emotionen, Bedürfnisse sowie Wünsche zu verbalisieren. Besondere Bedürfnisse von Kindern die zwei- oder mehrsprachig aufwachsen, wird bei der pädagogischen Arbeit berücksichtigt.
Dies geschieht durch eine anregende und kindgerechte Atmosphäre, die Freude am Sprechen weckt. Dabei spielen das Vorlesen, Erzählen und Nacherzählen von Geschichten, Buchbetrachtungen, Rollenspiele, Lieder, Fingerspiele und Reime eine tragende Rolle.
In großen und kleinen Erzählrunden werden die Entwicklung der Ausdrucksfähigkeit und das Selbstbewusstsein gestärkt. Hier bekommen die Kinder die Möglichkeit über Wochenenderlebnisse, freudige und traurige Ereignisse, Befindlichkeiten zu berichten. Dafür nutzen wir unter anderem den Morgenkreis, wobei wir als pädagogisches Hilfsmittel unseren Erzählstein schätzen.
Je besser die Sprache entwickelt ist, desto aktiver können sich die Kinder an Entscheidungsprozessen im Kita-Alltag beteiligen und diesen mitbestimmen.

2.2.6 Motorik und Bewegung
Kinder haben das natürliche Bedürfnis sich zu bewegen. Dafür geben wir den Kindern täglich Raum und Zeit.
Mit vielfältigen Angeboten, werden Kompetenzen wie die Fein- und Grobmotorik sowie das Miteinander erprobt, gefestigt und erweitert. Durch die ganzheitliche Körpererfahrung schult das Kind alle Sinne, gewinnt an Selbstvertrauen und Stabilität.
Es lernt sich selbst und seine Fähigkeiten kennen.
Dies geschieht unter anderem durch regelmäßige Ausflüge auf die umliegenden Spielplätze bzw. Parks. Die Kinder gehen auf natürlich geformten, sich immer wieder verändernden Bodenstrukturen, sie balancieren, sie klettern, bauen, buddeln, schaukeln, rutschen, erklimmen Berge und laufen oder kugeln sie wieder hinunter.
Im Gruppenraum bieten unsere frei beweglichen Bänke und Hocker den Kindern die Möglichkeit Bewegungslandschaften zu gestalten. Dabei schieben, ziehen, tragen die Kinder allein oder gemeinsam die einzelnen Elemente, um dann darauf zu balancieren, zu stehen, darüber zu kriechen oder herunter zu springen.

2.2.7 Umwelt- und Naturbegegnung
Kinder dürfen mit allen Sinnen die Natur wahrnehmen. Wir möchten mit ihnen gemeinsam die Jahreszeiten intensiv erleben. Gemeinsam feiern wir jahreszeitlich entsprechende Feste und vermitteln dabei spielerisch Sitten und Bräuche.
Wir verdeutlichen das Zusammenspiel von Sonne, Luft, Wasser und Erde, denn wir möchten den Grundstein legen für den bewussten Umgang mit den Ressourcen (wie z.B. Wasser, Strom), sowie einen verantwortlichen Umgang mit der Natur und ihren Lebewesen.
Wir unterstützen die Kinder dabei heimische Tiere und Pflanzen kennenzulernen.
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Dies geschieht durch:
• Beobachtungen
• Experimente
• Mal- und Bastelangebote
• Lieder- und Singspiele
• Buchbetrachtungen, etc.
Uns ist es wichtig, dass sich die Kinder nahezu täglich an der frischen Luft bewegen. Dazu nutzen wir die nahegelegenen Spielplätze, den Neuhofener Park und das reichhaltige Angebot vom Großraum München.

2.3 Schlüsselprozesse

2.3.1 Partizipation / Beschwerdemanagement
Das bedeutet Beteiligung im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung. Wir kommen mit den Kindern ins Gespräch, tauschen Interessen aus, besprechen Probleme und suchen Lösungen. Die Kinder werden nach ihrer Meinung gefragt und befähigt ihre Meinung zu erforschen und zu formulieren.
Sie erleben, dass sie eine Stimme haben und somit die Möglichkeit, etwas zu verändern. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und ihre Wahl-Kompetenz, die sie später im eigenen wie im gesellschaftlichen Leben benötigen.
Es kann bedeuten, dass Kinder sich entscheiden nicht an allen Angeboten teilzunehmen, auch wenn die Erwachsenen das gerne möchten. Wir geben den Kindern Raum herauszufinden was sie gerne tun möchten ohne immer ein Programm anzubieten.
Dies kann kurzzeitig zu Langeweile oder Frustration führen. Finden die Kinder dann eigenständig Aktivitäten, fördert das die Selbständigkeit, Eigenverantwortung und Kreativität.
Auch bei unseren Jüngsten wird Partizipation gelebt. Wir achten ganz gezielt auf nonverbale Interaktionen, Mimik und Gestik, um Vorlieben oder Abneigungen zu erkennen und dabei jedes Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen fördern.
Partizipation erleben die Kinder zum Beispiel wenn:
• sie beim Mittagessen entscheiden, was und wie viel sie essen möchten
• im Freispiel wählen, wo und mit wem sie spielen wollen
• Feste und Aktivitäten planen
• Regeln gemeinsam erarbeiten
• Ausflugsziele besprechen und aussuchen
• demokratische Abstimmung erleben
• in Kinderbesprechungen Raum bekommen mitzuteilen, was Spaß macht, was sie ärgert
oder nervt und was sie öfter machen möchten.
• jederzeit ein offenes Ohr für ihre Angelegenheiten finden

2.3.2 Eingewöhnungen
Wer ein „Igelchen“ werden möchte, kann sich vorab bei einem kleinen Besuch ein erstes Bild von uns, unseren Kindern und unseren Räumlichkeiten machen. Diese erste Schnupperstunde ist der Beginn der Eingewöhnung des Kindes, deren Ablauf nun kurz beschrieben werden soll.
Wir arbeiten in Anlehnung an das Münchner Modell, das beinhaltet, dass eine feste Bezugsperson das Kind in der Anfangsphase begleitet und ihm als sichere Basis zur Seite steht. Hierbei ist auch die Kindergruppe involviert in dem ein größeres Kind die Patenschaft für das „neue Kind“ übernimmt.
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Damit die Eingewöhnung gelingt, ist es für uns wichtig ein gutes Bild vom Kind und dessen Vorlieben, Bedürfnisse und Vorerfahrungen zu erhalten. Diese Punkte sind daher der Inhalt eines ausführlichen Aufnahmegespräches zwischen der Bezugsperson und dem eingewöhnenden Elternteil am ersten Tag der Eingewöhnung. Das Kind ist mit dabei und knüpft in unserem Gruppenraum evtl. erste Kontakte zu den Kindern.
In den darauffolgenden Tagen wird es diese ausweiten und spielerisch den Gruppenraum entdecken. Das Elternteil ist dabei ebenfalls immer anwesend, hält sich jedoch etwas im Hintergrund und gibt der Bezugsperson die Möglichkeit das Vertrauen des Kindes zu gewinnen in dem es sich um dessen Belange kümmert.
Fühlt sich das Kind im Spiel wohl kann es nach einer Verabschiedung vom Elternteil, kurze Zeit alleine bei uns verbringen. Kommt es mit dieser Situation gut zurecht wird diese Zeitspanne in den nächsten Tagen verlängert und die Anwesenheit des Elternteils in der Gruppe verkürzt, bis sich beide schließlich bereits an der Tür verabschieden und das Kind schrittweise einen immer längeren Anteil des Tages in der Einrichtung verlebt. Wie lang der Prozess dauert, bis es am Ende den kompletten Tag bei uns verbringt, ist abhängig vom Alter (die Jüngeren benötigen hierfür mehr Zeit und Zuwendung als die Älteren) und der Individualität des Kindes und erfolgt immer in regelmäßigen Absprachen mit den Eltern.
Es ist uns daher ein Anliegen, dass die Eltern bzw. der eingewöhnende Elternteil genügend Zeit (mind. 3-4 Wochen) für diesen wichtigen und prägenden Lebensabschnitt des Kindes einplant und versucht familiäre Veränderungen (wie z.B. Umzug oder Urlaub), die eine weitere Belastung für das Kind bedeuten würden, zu vermeiden.

2.3.3 Beobachtung / Dokumentation
Die Beobachtung von Lern – und Entwicklungsprozessen bildet eine wesentliche Grundlage unserer pädagogischen Arbeit.
Um die Stärken und Bedürfnisse der Kinder zu erkennen und das pädagogische Handeln danach ausrichten zu können, ist ein aufmerksamer Blick unerlässlich. Die Beobachtungen werden schriftlich festgehalten und dienen als Grundlage für Entwicklungsgespräche mit den Eltern. Beobachtungsbögen wie SISMIK, SELDAK, und PERIK werden gemäß den rechtlichen Vorgaben für alle Kinder verwendet. Weiterhin orientieren wir uns an Kuno Beller‘s Entwicklungstabelle.
Die Leitung der Einrichtung ist benannte Kinderschutzbeauftragte nach §8a (Umsetzung der Münchner Grundvereinbarung).
Durch regelmäßigen Austausch über die gemachten Beobachtungen sowie Fortbildungen wird das gesamte Team für dieses Thema sensibilisiert. Es besteht zudem Kontakt zu den Mitarbeitern von AMYNA e.V., die zur Beratung ggf. konsultiert werden.

2.4 Rituale
Feste und Feiern gehören zum Kindergarten, wie das Spiel der Kinder. Sie sollen Höhepunkte innerhalb des Jahres sein, an die sich das Kind (und ihre Familien) auch später noch gerne erinnern.

2.4.1 Feste
• St.Martinbzw.Lichterfest • Nikolaus
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• Weihnachtsfeier
• Fasching
• Ostern
• Elternfest(ZusammenlegungvonVater-undMuttertag) • Sommerfest
• undGeburtstage
Zu Beginn des Kindergartenjahres wird gemeinsam mit den Eltern festgelegt, welche dieser Feste wir mit Anwesenheit der Eltern und welche wir alleine in der Gruppe feiern.

2.4.2 Geburtstage
An unserem Geburtstagskalender können die Kinder anhand von Fotos und den eingetragenen Daten erkennen, welcher Geburtstag als nächstes ansteht. Der Verlauf der Geburtstagsfeier ist für alle Kinder gleich, wobei individuelle Wünsche einfließen und berücksichtigt werden.

2.4.3 Übergänge und Verabschiedung
Verlässt ein Kind oder Betreuungsperson aufgrund von Umzug oder Arbeitsplatz-, Kindergartenwechsel vorzeitig die Igelchen, ist dies meist für alle ein trauriges Ereignis, doch auch ein Grund zu feiern, da etwas Neues und Schönes beginnt, man demjenigen alles Gute für die Zukunft wünschen möchte und auf die schöne gemeinsame Zeit zurück blickt. Deshalb feiern wir in solchen Situationen ein Abschiedsfest.
Ein weiteres Ereignis, das wir jährlich feiern möchten, ist das Verabschieden unserer Vorschulkinder kurz vor Schulbeginn. Zu diesem Anlass begeht die Vorschulgruppe einen gemeinsamen Abschieds- ausflug und jedes Kind feiert selbigen (gemeinsam oder einzeln, je nach Ausscheidungszeitpunkt) in der Gruppe.

2.5 Besondere Aktivitäten
Der Alltag in unserem Kindergarten ist geprägt von regelmäßigen Strukturen (beispielsweise Essens-, Wickel-, Freispiel- und Ruhezeiten), Ritualen (z.B. Morgenkreis) und besonderen Aktivitäten, die nicht täglich stattfinden.
Dazu zählen der wöchentliche Musikkreis für Groß und Klein. Hierfür wird die Gruppe in altershomogene Gruppen geteilt.
Die Kleinsten erleben bei Finger- und Kreisspielen, in ruhiger Atmosphäre, Spaß und Freude an Sprache und Musik. Wiederholungen spielen hierbei eine große Rolle.
Die „Großen“, (ab ca. drei Jahren) singen, tanzen und musizieren zu einem bestimmten Thema. Einmal wöchentlich findet ein „Ausflugstag“ statt.
Alle Kinder ab drei Jahren brechen nach dem Frühstück zu einem Spielplatz, dem Park oder der Isar auf, währenddessen die „Kleinen“ den Gruppenraum für sich beanspruchen und ihr Spiel dort nach ihren Bedürfnissen gestalten.
Ca. aller 6 Wochen wird dieser Donnerstag zu einem besonderen Ausflugstag. Gemeinsam mit den Kindern sammeln wir Ideen für mögliche Ziele und besuchen dann zum Beispiel das Deutsche Museum, ein Theater, den Botanische Garten, vers. Ausstellungen, die Bücherei....